2c-Maßnahmen veröffentlicht

Nach langem Warten sind nun die Vorgaben für die allgemeine Delegation heilkundlicher Maßnahmen für Notfallsanitäter gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 2 c NotSanG von den Ärztlichen Leitern Rettungsdienst (ÄLRD) veröffentlicht worden.

Nachdem durch die Novellierung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes und die damit verbundene Neustrukturierung der ÄLRD bereits im vergangenen Jahr die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen wurden, um diese Regelung umzusetzen, erforderte es noch eine fachliche Abstimmung der ÄLRD auf den verschiedenen Ebenen. Gemessen an der großen Verantwortung, die damit verbunden ist, ist dies auch mehr als gerechtfertigt.

 

Damit können künftig Notfallsanitäter, auch ohne einen Notarzt hinzuzuziehen, heilkundliche Maßnahmen an Notfallpatienten durchführen, wenn hierfür klare Voraussetzungen vorliegen. Zu diesem Zweck wurden entsprechende Handlungsalgorithmen veröffentlicht.

 

Die Umsetzung dieser Regelung tritt allerdings erst dann in Kraft, wenn die Notfallsanitäter entsprechend auf diese Maßnahmen geschult wurden. Wir werden die 2c-Maßnahmen unverzüglich in den Lehrplan unserer Aus- und Weiterbildungen übernehmen.

 

Folgende Maßnahmen können künftig nach § 4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG durchgeführt werden:

  • venöser Zugang und Volumengabe bei potenziell schwerverletzten, primär nicht kritischen  Patienten
  • venöser Zugang und Analgesie bei isolierter Extremitätenverletzung
  • venöser Zugang und Analgesie bei isolierter Verbrennung/Verbrühung
  • venöser Zugang und Volumengabe bei Verdacht auf Sepsis
  • venöser Zugang und Glukosegabe bei Hypoglykämie

 

Die Algorithmen und entsprechende Erläuterungen sind hier zu finden.

 

 

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