Stichtagsregelung des § 32 (2) NotSanG ist gestrichen.

Zuletzt war es nur noch eine Formsache: Am 10. April 2017 wurde das Hilfs- und Heilmittelversorgungsgesetz im Bundesgesetzblatt verkündet, das unter anderem auch die Änderung des § 32 (2) NotSanG vorsieht.

Damit wird die bisherige Stichtagsregelung aufgehoben, nach der nur die vor Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes erbrachte Berufserfahrung für die Zulassung zur Ergänzungsprüfung berücksichtigt wird.

 

Die Übergangsregelung des § 32 NotSanG sieht vor, dass Personen, die eine Berufserfahrung als Rettungsassistent von mindestens fünf Jahren vorweisen können, ohne weitere Ausbildung zur Ergänzungsprüfung zugelassen werden.
Wer weniger als fünf, aber mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorweisen kann, muss eine Ausbildung von 480 Stunden absolvieren, bei weniger als drei Jahren Erfahrung verdoppelt sich die Ausbildung auf 960 Stunden.

Maßgeblich war dabei bisher die Berufserfahrung, die vor dem 01.01.2014 erbracht wurde. Diese Regelung stieß in den zurückliegenden Jahren immer wieder auf Kritik, da sie Rettungsassistenten benachteiligt, deren Ausbildung noch nicht so lange zurückliegt und die die nötige Berufserfahrung erst nach diesem Datum erlangen.

Nach der neuen Rechtslage können für die Berechnung der Berufserfahrung auch Zeiten nach dem 1.1.2014 herangezogen werden. Dadurch haben mehr Rettungsassistenten die Möglichkeit, sich eigenständig oder mit freiwilligen Prüfungsvorbereitungen auf die Ergänzungsprüfung vorzubereiten. 

 

Die sonstigen Regelungen des § 32 NotSanG, wie etwa die grundsätzliche Staffelung des Ausbildungsbedarfs nach Berufserfahrung oder die Dauer der Übergangsfrist bis 2020, stehen durch diesen Antrag nicht zur Debatte.

Der Verkündungstext im BGBl ist hier nachzulesen.

 

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